GEGEN DIE TARIFREFORM 2013 - GEMA VERLIERT AUGENMAS

Unter dem verheißungsvollen Titel “Tarifvereinfachung – Entlastung für kleinere Veranstaltungen“, kursierte eine Mitteilung der Gema auf den Schreibtischen der hiesigen Tanzveranstaltungsbranche. Von Transparenz und deutlichen Vergünstigungen war da die Rede. Leider entpuppte sich dieses Pamphlet beim genaueren Hinsehen jedoch als Wolf im Schafspelz. Es handelt sich um die Einführung einer neuen Tarifstruktur, welche man guten Gewissens als Wucherei betiteln kann.

Aus den neuen Tarifen ergibt sich eine Preissteigerung von bis zu 1.400%, was die Existenz vieler Clubs und Arbeitsplätze gefährden würde. Sollte die Tarifumstellung in 2013 kommen, wird sich die Clublandschaft dramatisch verändern. Viele Clubs werden schließen müssen, in die Illegalität gedrängt (wovon dann wieder Arbeitsplätze bedroht wären) oder die massive Erhöhung der Eintrittsgelder wird vielen Menschen die Teilhabe an einem Tanzvergnügen unerschwinglich machen.

Eines müssen wir an dieser Stelle auch einmal klarstellen: Die legendären Technomillionen, die sich in den Geldspeichern einiger Berliner Clubs befinden sollen - gibt es nicht!!! Sollten die angedachten Tarife so umgesetzt werden, und sollten die ClubbetreiberInnen und VeranstalterInnen Ihren MitarbeiterInnen Gehaltseinbußen ersparen wollen, so hätten sie keine andere Wahl, als den Gast zur Kasse zu bitten.

Eine finanziell gut situierte Elite, welche sich den Clubbesuch noch leisten kann würde dann die restlichen Dancefloors füllen.

GEGEN DIESES SZENARIO WEHREN WIR UNS – MIT ALLER KRAFT.

Es geht nun darum, sich durch viel Protest Gehör zu verschaffen und die Beweggründe der GEMA zu entschlüsseln. Wer sind die Profiteure dieser Tarifreform und warum werden ihre Interessen von einer Behörde durchgesetzt.

WIR LASSEN UNS DAS NICHT GEFALLEN!

Beteiligt Euch an den Protesten gegen diese “Reform“:

In Berlin ist die nächste Gelegenheit die Kundgebung während dem GEMA-Mitgliederfest (Montag, 25. Juni 2012 ab 18 Uhr, Berlin, Schönhauser Allee auf Höhe Frannz Club).

Zeichnet die Petition Gegen die Tarifreform 2013 – GEMA verliert Augenmaß an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages in Deutschland und leitet diese an Freunde und Bekannte weiter.

Auszug aus dem Petitionstext:

„Die GEMA „verkauft“ ihre neue Tarifstruktur damit, dass sie einfacher und ausgewogener sei und zu deutlichen Vergünstigungen führe. Sie verschweigt aber, dass die Vergünstigungen nur verhältnismäßig wenige Veranstaltungen, mit Eintrittsgeld zwischen 2 und 8 Euro, betreffen. Für viele Musiknutzer bringt die Tarifstruktur hingegen Erhöhungen von zum Teil mehreren hundert bis zu über tausend Prozent mit sich.“

Je erfolgreicher und vielfältiger der Protest ausfällt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir etwas erreichen können...

GEGEN DIE TARIFREFORM 2013 - GEMA VERLIERT AUGENMASS

Zurück