BerMuDa Lab "Schwanzparade hinterm DJ-Pult"

07.11.2013
18:00 UHR

Mit Dimitri Hegemann (Tresor), Nico Deuster (Krake Festival, Suicide Circus), Cinthie (DJ, Beste Modus), Electric Indigo (Female Pressure)

Moderation: Tara Hill (Kulturwissenschaftlerin, DJ, Veranstalterin, Basel)

Vortrag: Dr. Rosa Reitsamer (Universität für Musik und darstellende Künste Wien, Buch “DIY-Karrieren von DJs”)
 

Laut einer Erhebung von Femalepressure.net ist der Anteil weiblicher Acts auf internationalen Festivals elektronischer Tanzmusik unter 10%. Auch in Berliner Clubs scheint sich dieses Verhältnis zu spiegeln. Manche verstehen diese ungleiche Verteilung als Problem: Female Pressure meint, dadurch gehe generell Kreativität verloren. Andere spekulieren über den Verlust  „weiblicher Formen elektronischer Musik“. Auch prinzipiell ähnliche Chancengleichheit für Männer/Frauen wird eingefordert. So fand die Soziologin Rosa Reitsamer in ihren Studien Mechanismen, die diese Ungleichverteilung gezielt produzieren: Weibliche DJs haben es schwerer, in den Netzwerken der Szenewirtschaft Fuß zu fassen. Ausnahmen scheinen sich als bewusst weiblich inszenierende „Djanes“ zu sein, die „oben ohne“ mehr durch ihre körperlichen Attribute denn musikalische Finissen auftreten. Ist die Ungleichverteilung tatsächlich ein Problem? Falls ja, warum? Wie könnte man das Problem angehen, welche Optionen scheinen machbar? Oder geht es nicht letztendlich doch um die Musik, und nicht um das Geschlecht?

Ritter Butzke - Ritter Str. 24
10969 Berlin

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